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    <title>News Of Today (Rubrik:Kuba)</title>
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    <dc:date>2004-10-17T18:55:57Z</dc:date>
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    <title>Antikubanische Kampagnen</title> 
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    <description>Handlanger Washingtons	 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren europ&amp;auml;ischen St&amp;auml;dten machen Antikommunisten gegen die kubanische Regierung mobil. Hinter den politischen Aktionen steckt System	 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige tschechische Pr&amp;auml;sident V&amp;aacute;clav Havel wei&amp;szlig;, wie Politik inszeniert werden mu&amp;szlig;. Als gelernter Theaterdramatiker und bew&amp;auml;hrter Antikommunist stand er in der ersten Reihe, als sich am 18. September Gesinnungsgenossen in Prag trafen, um den &amp;raquo;friedlichen &amp;Uuml;bergang Kubas zur Demokratie&amp;laquo; zu beraten. Neben der ehemaligen US-Au&amp;szlig;enministerin Madeleine Albright war in Prag auch der SPD-Abgeordnete Markus Meckel zu Gast. Zu den kurzfristigen Zielen hatten die prominenten Kuba-Gegner schon im vergangenen Jahr die Etablierung eines europ&amp;auml;ischen Fonds zur Finanzierung politischer Aktionen erkl&amp;auml;rt. Langfristig, so gab man auch in diesem Jahr in Prag bekannt, will man &amp;raquo;Finanzmittel und Informationen f&amp;uuml;r Aktivisten in Kuba kanalisieren&amp;laquo;. Es mag paradox wirken, wenn ausgediente Politiker wie Havel und der in Spanien abgew&amp;auml;hlte Jos&amp;eacute; Maria Aznar die kubanische Regierung als &amp;raquo;Relikt des vergangenen Jahrhunderts&amp;laquo; bezeichnen, der Kontext des Treffens war aber durchaus ernst zu nehmen. Es reihte sich in eine Serie antikubanischer Aktionen ein, die von der US-Regierung zunehmend gef&amp;ouml;rdert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Millionenfonds f&amp;uuml;r Umsturz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anfang Mai der 500 Seiten starke sogenannte Powell-Bericht zum Regimewechsel in Kuba an den US-Pr&amp;auml;sidenten &amp;uuml;bergeben wurde, gab der damalige Lateinamerika-Beauftragte der Bush-Regierung, Roger F. Noriega, die konkreten Zahlen des Destabilisierungsprogrammes bekannt. Neben den bis dahin j&amp;auml;hrlich veranschlagten sieben Millionen US-Dollar wurden zus&amp;auml;tzliche 29 Millionen zum Kampf gegen den kubanischen Sozialismus freigegeben. Weitere f&amp;uuml;nf Millionen sollen laut Noriega allein &amp;raquo;f&amp;uuml;r Bestrebungen verwandt werden, die &amp;Ouml;ffentlichkeit &amp;uuml;ber die Beherbergung von Terroristen, die Unterdr&amp;uuml;ckung von Menschenrechten und Spionage gegen andere Staaten durch das (kubanische) Regime zu unterrichten&amp;laquo;. Zusammen mit einem 18-Millionen-Dollar-Etat f&amp;uuml;r Propagandasendungen nach Kuba l&amp;auml;&amp;szlig;t sich die US-Regierung die versch&amp;auml;rften Ma&amp;szlig;nahmen inzwischen mindestens 59 Millionen US-Dollar kosten. Nicht immer wird erkl&amp;auml;rt, wohin die Mittel genau flie&amp;szlig;en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gef&amp;auml;hrliche Kooperation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich aber ist, da&amp;szlig; mit der Bekanntgabe des US-Planes &amp;raquo;f&amp;uuml;r ein freies Kuba&amp;laquo; Anfang Mai auch die Kampagnen in Europa ausgedehnt wurden &amp;#8211; mit unterschiedlicher Resonanz. So arbeitet die franz&amp;ouml;sische Gr&amp;uuml;ndungssektion der Presseorganisation &amp;raquo;Reporter ohne Grenzen&amp;laquo; (RSF) auf Initiative ihres Chefs Robert M&amp;eacute;nard inzwischen offen mit Kr&amp;auml;ften des kubanischen Exils in den USA zusammen. Wie die US-Tageszeitung Miami Herald bereits im September 2003 berichtete, publizierte der RSF-Chef damals in Zusammenarbeit mit gewaltbereiten Aktivisten des kubanischen Exils in den USA Propagandamaterial in mehreren Sprachen. Ziel war es, den internationalen Kuba-Tourismus zu sch&amp;auml;digen. Mit ihrem herausragenden Engagement steht die franz&amp;ouml;sischen Sektion der &amp;raquo;Reporter ohne Grenzen&amp;laquo; im internationalen Verband relativ alleine dar, was nicht zuletzt den &amp;raquo;guten&amp;laquo; pers&amp;ouml;nlichen Kontakten M&amp;eacute;nards zur extremen Rechten des US-kubanischen Exils geschuldet ist. Auch die Lateinamerika-Koordinatorin der katholischen Hilfsorganisation Pax Christi in den Niederlanden, Liduine Zumpolle, unterh&amp;auml;lt enge pers&amp;ouml;nliche Kontakte zu kubanischen Oppositionsgruppen. Auf der Internetseite der niederl&amp;auml;ndischen Sektion wird unter anderem die &amp;raquo;Christliche Befreiungsbewegung&amp;laquo; des Castro-Gegners Osvaldo Pay&amp;aacute; als Kooperationspartner genannt. Pay&amp;aacute; wird seit etwa zwei Jahren von antikubanischen Organisationen hofiert. Im Dezember 2002 sorgte die Verleihung eines Menschenrechtspreises der EU f&amp;uuml;r einen Eklat, weil dies gegen den Protest gro&amp;szlig;er Teile des EU-Parlaments durchgesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dialog statt Hetze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Solidarit&amp;auml;tsbewegung mit Kuba best&amp;auml;tigt die Zunahme der politischen Attacken gegen Havanna. &amp;raquo;W&amp;auml;hrend etablierte Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International (ai) durchaus zum Dialog &amp;uuml;ber Menschenrechte in Kuba bereit sind, geht es Organisationen wie der Internationalen Gesellschaft f&amp;uuml;r Menschenrechte oder den Teilnehmern des Prager Treffens allein um die Delegitimierung der kubanischen Regierung&amp;laquo;, meint Reinhard Thiele von Cuba s&amp;iacute;, der Arbeitsgruppe bei der PDS. Zwar sei man mit der Art der Kritik von ai nicht immer einverstanden, &amp;raquo;aber in den ai-Berichten werden immer auch die mittel- und unmittelbaren Auswirkungen der US-Blockade gegen Kuba erw&amp;auml;hnt&amp;laquo;, sagte der Cuba-s&amp;iacute;-Sprecher gegen&amp;uuml;ber junge Welt. Ein Kontext, der bei anderen vermeintlichen Menschenrechtsorganisationen v&amp;ouml;llig fehlt. Cuba s&amp;iacute; wie anderen Solidarit&amp;auml;tsorganisationen geht es dabei keineswegs um ein unkritisches Verh&amp;auml;ltnis. &amp;raquo;Im Dialog mit kubanischen Partnern spielen Probleme des Alltags durchaus eine Rolle&amp;laquo;, erkl&amp;auml;rte Thiele. Allerdings versuche man, die Probleme gemeinsam zu diskutieren. Im Namen der Menschenrechte. Nicht im Namen Washingtons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pressestimmen zwischen &amp;raquo;Diktatur&amp;laquo;, &amp;raquo;Totalitarismus&amp;laquo; und &amp;raquo;Apartheid&amp;laquo;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kuba ist ein Land, das sich schon seit 45 Jahren unter einem totalit&amp;auml;ren Regime befindet, dessen Staatsf&amp;uuml;hrung jegliche fundamentalen Rechte und Freiheiten der kubanischen Bev&amp;ouml;lkerung verletzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;raquo;Internationale Gesellschaft f&amp;uuml;r Menschenrechte&amp;laquo;, Presseerkl&amp;auml;rung aus Miami/ Frankfurt am Main, 25. Juni 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich an den Str&amp;auml;nden Kubas in der Sonne aalt, tr&amp;auml;gt wesentlich dazu bei, da&amp;szlig; sich das menschenverachtende Regime von Fidel Castro an der Macht halten kann. (&amp;#8230;) 45 Jahre sp&amp;auml;ter ist Kuba offenbar wieder da angekommen, wovon sich die Menschen auf der Insel einmal befreien wollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 8. September 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;raquo;Es ist einer von Castros Mythen, da&amp;szlig; es erst seit der Revolution ein funktionierendes Gesundheitswesen in Kuba gibt&amp;laquo;, erkl&amp;auml;rt der Arzt. Den offiziellen Statistiken glaubt Carro nicht. &amp;raquo;Oft m&amp;uuml;ssen die Patienten sogar die Gl&amp;uuml;hbirnen mit ins Krankenhaus bringen, damit sie dort Licht haben&amp;laquo;, so Carro. &amp;raquo;Der Mangel liegt in der desolaten Wirtschaftslage begr&amp;uuml;ndet. Au&amp;szlig;erdem flie&amp;szlig;t ein gro&amp;szlig;er Teil der Einnahmen aus dem Tourismus oder der Zuckerproduktion in den Milit&amp;auml;rapparat&amp;laquo;. Doch nicht alle leiden unter dem System. F&amp;uuml;r die politische Elite und Touristen werden Einrichtungen vorgehalten, die durchaus westlichen Standards entsprechen. &amp;raquo;Es ist ein regelrechtes medizinisches Apartheid-System&amp;laquo;, kritisiert Carro. (&amp;#8230;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsches &amp;Auml;rzteblatt, Ausgabe 38, 17.9.2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Februar beschlo&amp;szlig; der Kubanische Volkskongre&amp;szlig; das &amp;raquo;Gesetz zum Schutz der nationalen Unabh&amp;auml;ngigkeit und der Wirtschaft Kubas&amp;laquo;, das Dissidenten und unabh&amp;auml;ngige Journalisten mundtot machen soll. (&amp;#8230;) Reporter ohne Grenzen hat die Europ&amp;auml;ische Union aufgefordert, bei allen Verhandlungen mit Kuba dieser gravierenden Verschlechterung in Hinblick auf Meinungs- und Pressefreiheit Rechnung zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reporter ohne Grenzen, Rundbrief Nr. 27, M&amp;auml;rz 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;raquo;Dunkle und verleumderische Desinformation&amp;laquo;	 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunehmend werden Kampagnen gegen Kuba mit der Lage der dortigen Menschenrechte begr&amp;uuml;ndet. So auch bei der IGfM	 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang September erschien in der Frankfurter Rundschau (FR) ein vielsagender Beitrag zu Kuba. Unter dem Titel &amp;raquo;Sextouristen f&amp;uuml;llen Castros Kasse auf&amp;laquo; suggerierte die Autorin, die sozialistische Regierung in Havanna w&amp;uuml;rde (Kinder-) Prostitution tolerieren oder gar mit dem Ziel f&amp;ouml;rdern, an Devisen zu gelangen. Die These st&amp;uuml;tzte sich ma&amp;szlig;geblich auf ein Interview mit der in Miami/ USA ans&amp;auml;ssigen Exilkubanerin Laida Carro. Ihre Terminplanung in Deutschland oblag der &amp;raquo;Internationalen Gemeinschaft f&amp;uuml;r Menschenrechte&amp;laquo; (IGfM). Und die wu&amp;szlig;te, wie die Gespr&amp;auml;che zu inszenieren waren. Wenige Tage nach dem FR-Gespr&amp;auml;ch waren die Exilkubaner samt IGfM beim Deutschen &amp;Auml;rzteblatt in K&amp;ouml;ln zu Gast. Kernaussage in dessen anschlie&amp;szlig;endem Bericht: &amp;raquo;In Kuba herrscht ein regelrechtes medizinisches Apartheidsystem.&amp;laquo; W&amp;auml;hrend Laida Carro in dem FR-Artikel als Vorsitzende einer Gruppe namens &amp;raquo;Kubanisch-Amerikanische Frauenkoalition&amp;laquo; vorgestellt wird, posierte sie gegen&amp;uuml;ber dem &amp;Auml;rzteblatt lediglich als brave Medizinergattin. Tats&amp;auml;chlich setzt sie sich in ihrer Wahlheimat USA vor allem dagegen ein, da&amp;szlig; die Universit&amp;auml;t Miami trotz staatlicher Repressalien an Studienreisen nach Kuba festh&amp;auml;lt. Ein obskures Freiheitsverst&amp;auml;ndnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war nicht das erste Mal, da&amp;szlig; die IGfM rechte ideologische Kampagnen unter dem Deckmantel des Menschenrechtsaktivismus verbarg. Bereits 1990 befa&amp;szlig;ten sich die Journalisten G&amp;uuml;nter Platzdasch und Rainer Fromm in einer investigativen Studie mit der Gruppe. Die Arbeit basierte sowohl auf umfangreichen Recherchen als auch auf den pers&amp;ouml;nlichen Erfahrungen, die Platzdasch in der Pressestelle der IGfM machte. Demnach sind bzw. waren in der Gruppe rechskonservative bis -extremistische Personen wie Otto von Habsburg, Konrad L&amp;ouml;w und Lothar Bossle aktiv. Aber auch Kriminelle und Neofaschisten seien in f&amp;uuml;hrenden IGfM-Positionen im Einsatz. Kontakte habe es demnach mit der NPD, den Republikanern, der totalitaristischen Mun-Sekte, vereinzelt auch mit den t&amp;uuml;rkischen Neofaschisten der &amp;raquo;Grauen W&amp;ouml;lfe&amp;laquo; und der CIA gegeben. Das ist wenig erstaunlich, beachtet man die historischen Hintergr&amp;uuml;nde der Gruppe. Bei ihren historischen Recherchen fanden Platzdasch und Fromm heraus, da&amp;szlig; die IGfM 1972 unter starkem ideologischen Einflu&amp;szlig; einer ehemals Hitler-treuen russischen Organisation gegr&amp;uuml;ndet worden war: dem &amp;raquo;Bund russischer Solidaristen&amp;laquo; (ROWS, sp&amp;auml;ter in NTS umbenannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der mehr als dubiosen Machenschaften der IGfM haben immer wieder f&amp;uuml;hrende Mitglieder wie Cornelia Gerstenmaier, der Staatsrechtler Martin Kriele und der sowjetische Dissident Wladimir Bukowski die Gruppe verlassen. Ende 1987 verurteilte die 42. Generalversammlung der Vereinten Nationen &amp;raquo;die sogenannte Internationale Gesellschaft f&amp;uuml;r Menschenrechte&amp;laquo; sogar als &amp;raquo;Agenten&amp;laquo; des s&amp;uuml;dafrikanischen Rassistenregimes &amp;raquo;scharf&amp;laquo; wegen &amp;raquo;dunkler und verleumderischer Desinformationskampagnen&amp;laquo;. Die schon damals entlarvte Propagandaarbeit der IGfM dauert ungehindert an: Wie auf einer Konferenz der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung am 30. September bekannt wurde, beabsichtigen der Unionsabgeordneten Klaus-J&amp;uuml;rgen Hedrich und der SPD-Mann Markus Meckel den gemeinsamen Aufbau eines internationalen Netzwerks, um &amp;raquo;Aufmerksamkeit f&amp;uuml;r die Lage von politischen Gefangenen auf Kuba zu wecken und deren Familien humanit&amp;auml;re Hilfe&amp;laquo; zukommen zu lassen. Die Aktion soll &amp;raquo;mit &amp;auml;hnlichen Projekten in Europa und Lateinamerika insbesondere mit der Organisation der Christdemokraten Amerikas (ODCA) abgestimmt und vernetzt werden&amp;laquo;. In der schriftlichen Begr&amp;uuml;ndung beziehen sich auch Hedrich und Meckel ma&amp;szlig;geblich auf eine Quelle: die IGfM.</description>
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